Den Kunststoff-Recycling-Behälter wollte ich eigentlich nur entleeren gehen. Schon in den vergangenen Tagen ist mir geschäftiges Treiben am anderen Ende der Hausanlage aufgefallen. Möbel wurden zertrümmert, Gegenstände abgeladen - ein Anhänger abgestellt.

Bei Betreten des Raumes für Restmüll und Recyclingsstoffe, bot sich mir allerdings diesmal ein Anblick, der ungewöhnlich war, selbst für hiesige Verhältnisse. Die Behälter quollen allesamt über und der Müll zusätzlich über den Boden verteilt. Das Plastikstoffe, die recycelt werden könnten im Restmüll landen, ist hier durchaus nicht Ungewöhnliches. Aber die überquellenden Mülltonnen - seltsam. Nach Verlassen des Müllraumes treffe ich auf eine Mitbewohnerin und frage sie, ob sie denn jüngst im Müllraum war und dessen Zustand wahrgenommen hätte. Diese berichtet mir dann Erstaunliches: Eine Familie, die hier in der Anlage wohnt (6 Kinder) hat ihr Haus, das sich auch hier in der Stadt befindet verkauft und muß es nun ausräumen. Seit Tagen ist der Pendelverkehr mit dem Anhänger eingerichtet worden mit dem der Müll bis hin zu den Möbeln von dessen Haus hier her verbracht und entsorgt wird. Die Hausmeisterin würde nichts dazu sagen - abschließend meinte sie noch, daß hier mit wesentlich mehr Konsequenz vorgegangen werden sollte.

Tja Häuser haben einige Bewohner dieser Anlage, ob im In- oder Ausland - ich verstehe nur nicht, warum sie darin nicht wohnen und wie auch ich dazu komme, für diese illegale Müllensorgung aufkommen zu müssen?!

Mal abwarten, was die Hausverwaltung, die EBSG dazu zu sagen hat.

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Vor etwa zwei Stunden bin ich auf den Treppen meiner Stiege gestanden und habe einfach nur in den Hof der Anlage geblickt. Belustigend nahm ich drei Mädchen im Alter von 3-4 Jahren wahr, die auf dem Dach eines im Hofe geparkten Personenkraftwagens saßen und sich unterhielten. Mit Sicherheit ein ungewöhnlicher Ort für den Aufenthalt einer Damenrunde, aber der Anblick war richtig herzig. Nach ein paar Minuten war dann aus dem 2. Stock des Nebenhauses eine Frau zu vernehmen, die offensichtlich eine Angehörige eines der Mädchen war. In türkischer Sprache mit entsprechenden Tonfall und Lautstärke folgten offensichtlich Anweisungen, denn die Mädchen verließen blitzartig über die Motorhaube das Fahrzeug.

Wenige Minuten später: Die drei Mädchen sind auf die Böschung gegangen und spielen dort (ca. 40m Entfernung). Der Besitzer des Personenkraftwagens auf dem die Drei zuvor saßen, begibt sich in deren Richtung aus dem Haus kommend. Es ist ein älterer Mann und wahrscheinlich auch der Großvater, zumindest, von einem der Mädchen.

Bei der Böschung angekommen, spricht er sie an - er reicht jedem Mädchen einzeln die Hand und hilft ihnen von der Anhöhe hinunter auf die Wiese. Er schimpft offensichtlich darüber, daß sie auf seinem Autodach Platz genommen haben - dann reißt er alle einzeln hintereinander an den Ohrläppchen, sein Tonfall wird lauter. Ich meine, sie werden ihre Lektion gelernt haben und dann aus meiner Sicht, als Vater von mehreren Kindern, der selbst als Kind geschlagen wurde und niemals die Hand gegen Kinder erhob, das Unfaßbare: Er schlägt zwei von den drei Knirpsen mit der flachen Hand ins Gesicht, das Klatschen höre ich bis zu meinem Standort. Aufschreien, Weinen und Rufe nach der Mama folgen. (Mittlerweile habe ich einige Worte der türkischen Sprache hier schon gelernt).

Während der Mann vom obersten Bereich der Hofanlage wieder zu seinem Wohnhaus zurückgeht, blicke ich ihm direkt in die Augen, wende für keinen Moment mein Antlitz ab. Da sich unsere Stiege in der Mitte befindet, muß er an mir vorbeigehen. Ich kann selbst nicht beurteilen, was er darin erkennen konnte oder auch nicht - je näher er kam um so unsicherer schien er mir zu werden - und plötzlich grüßte er, was er sonst nie tat - ein Gruß, den ich nicht erwiderte.

Ich empfinde nur Verachtung und denke mir, eigentlich möchte ich hier nicht mehr leben. Wenn sich Erwachsene Gewalt antun ist dies eine Sache, aber das Schlagen von Kindern, noch dazu auch Kleinkindern, ist widerwärtig aber hier keine Seltenheit …

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