Archiv für 21. Juli 2008

Es ist einerseits verständlich, daß Kinder einen natürlichen Bewegungsdrang haben und dessen Befriedigung anstreben, aber der Preis, der dafür zu bezahlen ist, ist beispielsweise in Punkto Lärm hoch.

Ja, es gab zurückliegend schon Unfälle und hervorzuheben ist mit Sicherheit jener, bei dem ein etwa 3-4jähriges Mädchen von einer Mauer herabstürzte, die ungefähr 1,8m hoch ist. Es gab viele Tränen, einen Schock und Gott lob, nur Schürfwunden. Es hätte auch schlimmer ausgehen können. Es ist für mich als Vater nicht nachvollziehbar, wie Eltern bzw. Erziehungsberechtigte so kleine Wesen unbeaufsichtigt spielen lassen können. Es gibt verschiedene Szenarien, etwa, daß die Kinder völlig alleine im Hof sind, zum Spielen in den Hof gehen bzw. geschickt werden oder auch jene, bei denen vorwiegend Mütter, weit entfernt mit Bekannten aufhalten und sich der Nachwuchs in gar nicht einsehbaren Bereichen der Anlage aufhält.

Die Pikanterie am Rande nicht unerwähnt, daß die EBSG als Verwaltung von rund 14.000 Objekten auch in dieser Stadt weitere Einrichtungen inne hat und sich selbst Mieter, die zuvor bei uns wohnten, dort eine Genossenschaftswohnung nahmen - sie zogen hier aus - es lebt sich dort ruhiger!. Weil jedoch der überwiegende Teil der Mieter der neuen Anlage (Anm.: Das sind in der Mehrzahl Mieter mit österreichischen Wurzeln) sich gegen das Schreien, Herumtollen, Ballspielen und Radfahren innerhalb ihrer Anlage aussprachen, kommen diese fast täglich zurück in ihre “alte Heimat” und bringen nicht nur Kind und Kegel mit, sondern benutzen die hiesige Anlage als öffentlichen Spiel-, Grill- und Reinigungsplatz (für Teppiche). Laut Auskunft der Ersten burgenländischen gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft und der Hausordnung ist hier das Ballspielen verboten.

Verstehen Sie wie grotesk es aus meiner Sicht ist, daß in der neuen Anlage der Genossenschaft Bürger auf die Einhaltung der Hausordnung pochen, sie dort durch die EBSG durchgesetzt wird und wir hier übrig bleiben - die dortigen Bewohner hier her kommen um den Tag zu verbringen? Der Ehrlichkeit halber soll aber nicht unerwähnt bleiben, daß auch Mieter ausländischer Abstammung für die Lebensweise Anderer in der Wohnhausanlage nur ein Kopfschütteln übrig haben und letztendlich in Resignation verstummten. Beispielsweise drei ältere Ehepaare, wovon zwei Männer seit Jahren einen angeschlagenen Gesundheitszustand haben. Ein Mann kommt so gut wie nie an die frische Luft in den Hof, weil der Lärm eine Belastung darstellt, dem der Aufenthalt bei geschlossenen Fenstern in der Wohnung der Vorzug gegeben wird.

Die Auswüchse werden jedoch auch dadurch offenkundig, daß auch gleich einmal das Kind des auf der anderen Straßenseite wohnenden visa-vi Hausbesitzers hier her in die Anlage entsendet wird, weil es offensichtlich auch bequem ist, anstelle sich mit dem eigenen Knaben im eigenen Garten zu beschäftigen, ihn zu der lauthals schreiend spielenden Fußballmannschaft über die Straße zu geleiten.

Der Herrgott / Allah meint es gut mit den Kindern und dessen Eltern, denn seit Jahren ist bei dem tatsächlich, auch mehrmals täglich eintretenden Szenario noch kein Verkehrsunfall passiert. Das grenzt schon an ein Wunder! Fakt ist, daß beim (Fuß)ballspielen der Ball immer wieder auf die Straße fliegt und auch Knirpse dahinter her rennen. Einschlägige Bitten an die EBSG das Ballspielen, das laut Hausordnung eh verboten ist zu unterbinden, stießen seit Jahren bis dato auf taube Ohren. Doch wehe dem Tag, an dem ein Kind zu Schaden kommen sollte, denn dann werden sich die Damen und Herren für Ihre Unterlassungen zu verantworten haben, denn deren Kenntnis ist SCHWARZ auf WEISS belegbar. Sollte hier einmal Blut fließen, dann klebt es auch an ihren Händen der EBSG!

Ich kann von Kindern nicht erwarten, daß sie erkennen wie gefährlich das Ballspielen in der Anlage und dem folglich auf die Straße gelangenden Ball ist, aber erkenne darin auch ein gravierendes Manko an erzieherischen Maßnahmen.

Gestern um 18:52 Uhr wurde diese Bilderserie von mir geschossen - sie soll Ihnen einfach nur veranschaulichen, wie gefährlich die Folgen von Ignoranz und Desinteresse sein können:

Das Schreien der Kinder, das gegen die Hausmauer geschmetterte Einfahrtstor machen mich darauf aufmerksam, es ist schon wieder so weit - der Ball flog auf die Straße

18:52 Uhr: Das Schreien der Kinder, daß gegen die Hausmauer geschmetterte Einfahrtstor machen mich darauf aufmerksam, es ist schon wieder so weit - der Ball flog auf die Straße

Der Ball ist schon etwa 20m die Straße hinab gerollt

Der Ball ist schon etwa 20m die Straße hinab gerollt - als Auto herannahen, verstecken sich die Kinder

Der Ball wird von dem PKW erfaßt

Der Ball wird von dem PKW erfaßt

Der Lenker des ersten PKW verreißt den Wagen - die Kinder versteckten sich

Der Lenker des ersten PKW verreißt den Wagen - die Kinder laufen weg

KFZ-Lenker bremsen ihre Fahrzeuge ab - der Ball unter einem Auto

Weitere KFZ-Lenker bremsen ihre Fahrzeuge ab - der Ball unter einem Auto - Lenker halten Ausschau nach den Verursachern

Kinder, die sich kurz versteckten kommen herbei um den Ball zu suchen

Kinder, die sich versteckt hielten, kommen heraus nachdem das Auto weiterfuhr, halten Ausschau nach dem vom Auto überrolten Ball

Nachdem der Ball von einem Auto mitgeschliffen wurde und sich lößte rollt er und wird aufgehoben - das Spiel ging weiter ...

Eilig wird er aufgehoben - ein neues Spiel beginnt - die Eltern nahmen es unkommentiert hin - ein tägliches Szenario

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Damit alles seine gute Ordnung hat, habe ich heute die Hausordnung der EBSG auf einer eigenen Seite in diesem Blog veröffentlicht. Die Spielregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die Geltung haben sollten, sind somit Interessenten zugänglich. Weil jedoch die Erste burgenländische gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft, laut dem letzten bei mir eingelangen Schreiben ihres Rechtsanwaltes (Antwort auf den Einspruch der Betriebskostenabrechnung 2006) rund 14.000 Objekte verwaltet, muß der Fairness halber darauf hingewiesen werden, daß diese auch logischer Weise unterschiedliche (bauliche) Beschaffenheiten aufweisen.

So gibt es hier beispielsweise zwar eine Sandkiste für Kleinkinder, aber keinen Ballspielplatz. Laut Angaben der Verwaltung der EBSG ist in der Anlage Ballspielen verboten.

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