Hintergründe

Um Mißverständnisse im voraus erst gar nicht aufkommen zu lassen: Sowohl mein Lebenslauf, als auch meine nunmehr bald 10-jährige Publizistik (siehe Medienauswahl in der oberen Leiste) untermauert, daß ich gegenüber Menschen ausländischer Abstammung oder fremder Kulturen keine wie auch immer gelagerten Vorurteile entgegenbringe. Die Versäumnisse liegen für die in der Wohnhausanlage herrschenden Zustände ausschließlich bei der Ersten burgenländischen gemmeinnützigen Siedlungsgenossenschaft, die trotz meiner zahlreichen Warnhinweise nicht auf die Ausgewogenheit der Mieterzusammensetzung achtete!

Während politische Gruppierungen oftmals in populistischer Art und Weise für “Unzulänglichkeiten” und/oder für eigenes Versagen, Menschen ausländischer Herkunft oder Abstammung verantwortlich machen, soll dieses Medium unter Beweis stellen, daß in Wirklichkeit diskriminierende bis hin zu erniedrigende Lebens- und Wohnbedingungen einer österreichischen Familie im eigenen Land einzig und alleine darauf zurückzuführen sind, daß der Vermieter über Jahre hindurch immer wieder aufgezeigte Mißstände bis hin zu Konflikten, resultierend aus einem Mix unterschiedlicher Kultur- und Volksgruppen auf engstem Raum lebend, ignoriert und somit auch zu verantworten hat.

Mitverantwortlich dafür ist, daß trotz mehrfach ausgesprochener Warnungen meinerseits, weil sich diese Zustände nicht spontan, sondern kontinuierlich negativ weiterentwickelten, das Ausufern des Mißverhältnisses zwischen Bewohnern aus Österreich stammend und jenen, die ausländischer Herkunft sind in einem proportionalen Verhältnis von 99 : 6 zu Gunsten fremder Kulturen gegenüber steht. Stand Juli 2008.

In der Wohnhausanlage, die etwa 39 Wohnungen beinhaltet, prallen unterschiedliche Religionsansichten, Kulturen, Sprachbarrieren und Lebensgewohnheiten folgender Nationalitäten aufeinander: Türken - Serben - Bosnier - Slowaken - (Österreicher).

29 Kindern der fremden Kulturen zuzuordnenden “Wohngemeinschaft” steht ein Kind mit österreichischen Wurzeln gegenüber.

In dem überwiegenden Teil der etwa nur 30 m2 großen Wohnungen leben Familien mit auch schon mal mit drei Kindern - die Folge: Das Leben spielt sich im Freien, sprich im Hof ab - und dies mit allen nur erdenklichen Konsequenzen und Folgen.

Zu Beginn der 1990er Jahre waren es nur Österreicher, die in der Anlage wohnten. Es spielt keine Rolle wo genau sich die Wohnhausanlage, bestehend aus vier Häusern mit sieben Stiegen befindet, für die die Erste burgenländische gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft, kurz EBSG, als Vermieter und Verwalter verantwortlich zeichnet sondern, daß diese Anlage noch bis Mitte/Ende der 1990er Jahre eine Oase der Ruhe, Ordnung und des Friedens war.

Es lebten damals in den Arbeiterwohnungen, die der Sub-Standard-Kategorie zuzuordnen sind, (WC am Gang, kein Warmwasser, Zimmer/Kabinett mit Vorraum ~30m2) vorwiegend ältere Menschen. Kein Komfort, aber ein Mietpreis, der durchaus als gering zu bezeichnen war, ermöglichte es mit viel Eigeninitiative ein nettes Heim zu schaffen.

Lange Zeit habe ich zurückhaltend, Briefe geschrieben, Betriebskostenabrechnungen beeinsprucht, immer wieder zum Telephonhörer gegriffen, fast über ein Jahrzehnt hindurch versucht einzig und alleine das zu Bewirken, was als Selbstverständnis anzusehen sein sollte, nämlich Gleichberechtigung zu erhalten.

Ein tätlicher Angriff eines Mieters vor einigen Wochen, als ich einer Bosnierin die von einem Türken attackiert wurde zur Hilfe kam und die Feststellung, daß offensichtlich Feuchtigkeit in einer Wand eine Gesundheitsbeeinträchtigung meiner minderjährigen Tochter seit Jahren verschuldet hat und der Einwand einer Mitarbeiterin der EBSG nach meiner Forderung einen Sachverständigen zur Sanierung zu berufen, mit “der kostet zu viel Geld”, führt jetzt zu dem Beginn dieses Blogs.

Ich will der bereits mehrfach getätigten Empfehlung (auch durch die EBSG) auszuziehen nicht nachkommen, weil ich in den 90er Jahren hier einen Zustand und keinen Wohnraum mit Wasserschaden und bis auf Ziegel abgeschlagenem Mauerwerk übernommen habe. Mit Liebe und viel Arbeit haben sich hier Menschen einen Wohnraum geschaffen, den sie nicht bereit sind aufzugeben, weil die EBSG ignorant und untätig blieb.

Mein einziger Vorteil ist, daß ich als Journalist, trotz meiner durch Unfälle gegebenen Behinderungen noch immer in der Lage bin, auf meine Weise kämpfen zu können um für mein Kind und mich Lebens- und Wohnbedingungen zu bewirken, die für Millionen ein Selbstverständnis darstellen. Vielleicht wird mit diesem Blog jetzt bei Verantwortlichen ein Umdenken einsetzten - ich hoffe es zumindest.

Walter Egon Glöckel

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